Welpenkauf



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ein neues Familienmitglied kommt ins Haus-

Käthe vom Aueteich
 

Liebe Welpeninteressenten,

ich ziehe die Welpen unter größten Anstrengungen und sehr viel Zeiteinsatz auf, die Welpen erfahren eine abwechslungsreiche Frühsozialisierung, bei der Auswahl des Deckrüdens habe ich großen Wert auf gesundheitliche Aspekte gelegt. 

Nachdem der neue Hund bei Ihnen eingezogen ist, stehe ich Ihnen mit Rat und Tat zur Verfügung und gebe meine Erfahrung an Sie weiter, damit die neue Beziehung Hund-Mensch gute Chancen hat, harmonisch zu verlaufen.

Hier einige wichtige gesundheitliche Aspekte, die Sie beachten sollten:

Wachstum, Knochen, Gelenke

Der Berner Sennenhund gehört zu den mittelschweren Rassen, sein Knochenbau ist kräftig. Er  braucht Zeit zum Wachstum, erst mit ca. 3- 4 Jahren ist er voll entwickelt - Hündinnen etwas eher, Rüden später.

Durch übermäßige und/oder  energiereiche Fütterung und zu großer Belastung können schwere Gelenks- und Knochenschäden entstehen. Ebenso kann man einen wachsenden Hund zu knapp füttern.

Hüftgelenksdysplasie und Ellbogendysplasie haben nur eine Erblichkeitsrate von 20 - 30 %. Umwelteinflüsse sind für die Ausbildung gesunder Gelenke sehr wichtig.

 

Welches Futter? Fertigfutter, selber kochen, Rohfütterung? Wie viel Futter? Welche Zusammensetzung? Welche Energiegehalte ?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten zu füttern, diese werden Ihnen von mir bei Ihren Besuchen des Welpen vorgestellt. 

Es gibt dem Alter entsprechende Richtwerte, diese bekommen Sie genannt.

Jedoch  - was für den einen zuviel ist, mag für den nächsten gerade richtig sein.

Das gleiche gilt für die körperliche Belastung der Hunde insbesondere im ersten Jahr. Hier werden oft die meisten Fehler gemacht. Zu lange Spaziergänge, zuviel Spielen mit anderen Hunden, andauerndes Ziehen an der Leine usw. können irreparable Schäden an den Gelenken- und Knochen des Welpen/Junghundes verursachen. 

Deshalb ist ein regelmäßiger Besuch bei mir (ca. alle 6 Wochen im ersten Jahr ), sei es zum Hundekurs, in der Tierarztpraxis oder auch nur so ist immer von Vorteil.

 

Krebs, Tumoren , Maligne Histiozytose

Frühsterblichkeit durch Krebs beim Berner Sennenhund ist ein großes Problem. Andere Hunderassen oder auch Mischlinge haben auch vielfältige Probleme. 

Seit geraumer Zeit wird die Thematik von einigen Züchtern im SSV offen benannt und diskutiert. Der SSV hat Zuchtstrategien zur Bekämpfung der Frühsterblichkeit entwickelt. Unterschiedliche Studien in verschiedenen Ländern, haben ergeben, dass der Lebensaltersdurchschnitt des Berners bei ca. 7,4 Jahren liegt. Es gibt einige Berner, die  9 -12 Jahre und älter werden , jedoch senken viele „Frühverstorbene“ den Durchschnitt.

Haupttodesursache sind mit über 50% Krebserkrankungen. Insbesondere die so genannte "Maligne Histiozytose" (MH) kommt beim Berner häufig vor. Diese Krebserkrankung führt in der Regel in wenigen Wochen zum Tod. MH kann nicht geheilt werden, eine Behandlung mit einer Lebensverlängerung bis zu 5 Monaten bei gutem Allgemeinbefinden ist manchmal möglich.

Ein weiterer Weg ist, der Anfälligkeit gegenüber Krebs und Frühsterblichkeit züchterisch zu begegnen, denn den wichtigsten Erkrankungen liegt eine erbliche Komponente zu Grunde.

Der Weg ist hier, möglichst viele Todesdaten (Todeszeitpunkt, vermutliche Todesursachen) zu dokumentieren. Stammbaumanalysen zeigen eindeutig , dass es Häufungen von Frühsterblichkeit in bestimmten Familien gibt.

Bisher sind über 7050 Todesdaten im Schweizer Sennenhund-Verein für Deutschland gesammelt worden. Gleichzeitig werden im SSV jährlich so genannte Lebendmeldungen abgegeben, um noch mehr Informationen zu bekommen.

Im SSV sind die Züchter mit einer hohen

Melderate auf der Züchterliste ,mit einem " * "gekennzeichnet.

(SSV-Züchterliste)

 

Damit verfügt der SSV über die größte Datenbank hinsichtlich Lebensalterinformationen beim Berner weltweit.

Ein internationales Gremium, welches sich 2003 gebildet hat, soll die Modalitäten für einen internationalen Datenaustausch regeln. Diese Informationen werden den Züchtern und Welpenkäufern im SSV zugänglich gemacht.

Mit allen diesen Informationen sollen "Paarungsplanungen" noch stärker hinsichtlich ihrer Altersstruktur der Ahnen und der Verwandten hinterfragt werden.  

Jeder der einen F.C.I gezüchteten Bernersennenhund hat, kann durch seine Zusammenarbeit mit dem SSV zur Gesundheit der Rasse beitragen.

Lebt Ihr Hund, dann melden Sie den Hund einmal jährlich als "lebend", hierzu reicht eine Bestätigung vom Tierarzt oder Zuchtwart.
Hier können Sie die entsprechenden Formulare ausdrucken, entsprechend ausfüllen und an mich schicken.

Zum Downloaden

(Anmerkung: Sollte Ihr Hund im Schweizer Sennenhundverein im letzten Jahr an einer Ausstellung oder SSV-Prüfung teilgenommen haben, gedeckt haben oder Welpen bekommen haben ,wird er automatisch als lebend vermerkt und eine weitere Lebendmeldung ist für dieses Jahr nicht nötig.)

Bitte fragen Sie vor dem Kauf bei jedem Züchter nach, wie alt die Vorfahren der letzten 4 Generationen geworden sind und lassen Sie sich einen Ausdruck der Datenbank geben. Bei SSV Hunden sind diese Daten fast immer vorhanden. Sind diese Informationen bei Züchtern zum größten Teil nicht vorhanden, sollten sie dort keinen Welpen kaufen.

Für den Verlust eines Hundes durch Krebs kann keiner etwas, jedoch wer nicht weiß, wie alt die Vorfahren geworden sind und auch keine Transparenz hinsichtlich der Altersstruktur zeigt, schadet der Population der Berner und kann die Frühsterblichkeit nicht bekämpfen.

Käthe vom Aueteich